MSN Home  |  My MSN  |  Hotmail
Sign in to Windows Live ID Web Search:   
go to MSNGroups 
Groups Home  |  My Groups  |  Language  |  Help  
 
Blizzard JerryBlizzardJerry@groups.msn.com 
  
What's New
  Join Now
  Start Home  
  Welcome (engl.)  
  Inhalt/Contents  
  Blizzards Bio (D)  
  Blizzards Bio (GB)  
  Discography 1  
  Discography 2  
  Liner-Notes (GB)  
  Liner-Notes (NL)  
  Minstrels Bio (D)  
  Minstrels Bio (GB)  
  Beatnics Bio (D)  
  Beat-Kreis Stade  
  Pictures  
  Forum  
  1000 Songtexte  
  Gästebuch, Impressum, Kontakt  
  Links  
  last pic-uploads  
  
  
  Tools  
 
 
Bandgeschichte "THE BEATNICS" - "JERRY AND THE BEATNICS"
 
      
 
Zu den beliebtesten Beat-Gruppen der Jahre 1963 und 1964, die in Nord-Niedersachsen sowie in Hamburg engagiert wurden (1965 in neuer Formation auch in Schleswig-Holstein), zählten die ursprünglich aus zwei Stader und zwei Cuxhavener Jungbürgern gebildeten BEATNICS (absichtlich mit C statt mit K geschrieben), in deren Reihen bekannte Namen aus verschiedenen Bands der regionalen Musik-Szene seit Beginn des Jahrzehnts wiederzufinden waren. Volkhard "Pletty" Plettrichs (Bass-Gitarre) war schon 1960 Pianist einer der damals populärsten norddeutschen Dixieland-Bands, den SWING TOWN HOT STOMPERS aus Stade. Sein jüngerer Bruder Ulf Plettrichs (Rhythmus-Gitarre) gehörte mit Eugen Böhm (später Solo-Gitarrist der BLACK STARS, Bremerhaven) zu den ersten Mitgliedern der Cuxhavener RHYTHM BROTHERS, deren Bass-Gitarrist Bernd Zamulo 1965 von den Berliner LORDS abgeworben wurde. Jost "Mac" Schneider, vor seiner Zeit als Schlagzeuger der MINSTRELS gelegentlich auch Mitglied der BEATNICS, kam ebenfalls von den SWING TOWN HOT STOMPERS und agierte schon 1961, ebenso wie zu der Zeit auch die bald darauf weltberühmten BEATLES, auf der Bühne des legendären Hamburger Kaiserkellers, direkt gegenüber dem 1962 eröffneten Star-Club. Seine Bandkollegen dort waren Kurt Mehner, Bassgitarrist der Buxtehuder Gruppe THE NIGHT SHADOWS,  und - wie sollte es anders kommen - Volkhard Plettrichs, der im Jahre 1962 für eine Übergangszeit von rund drei Monaten bei den Bremerhavener BLACK STARS zum Drummer wurde.

Die BEATNICS-Gründungsmitglieder Joachim Fricke (Schlagzeug) und Ditmar Riesling (Solo-Gitarre) kannte man schon von den STARLITERS (1962/1963) als Bandkollegen von Gunter Dethlefs (Rhythmus-Gitarre), der wiederum bereits 1960/1961 mit seinem Bruder Gerd "Jerry" Dethlefs als Mitglied der STEAMBOAT SKIFFLE GROUP in den damals bekanntesten Stader Tanzsälen, denen der Hotels "Grüner Wald", "Birnbaum" sowie "Clubhaus", musizierte und ebenfalls von dort aus seinen Weg in die überregionale Beat-Szene antrat. Gernot Schäfer (Bass-, Rhythmus- und Sologitarrist), der als Ersatzmann für den 1964 zum Wehrdienst einberufenen Ulf Plettrichs zu den BEATNICS kam, gehörte 1960 mit Joachim Beutler und Dieter Meyer (alle drei ab November 1961 BLIZZARDS) zur Stader DOWNTOWN SKIFFLE GROUP. Seit  Mai 1961 schon stand er an etlichen Wochenenden in einem Trio mit Jerry Dethlefs und entweder Jost "Mac" Schneider oder Dieter Meyer in Harsefeld, der "Rock&Beat-Brutstätte des Großraums Stade" auf der Bühne, von der Kreispresse damals als "Sündenbabel" bezeichnet. Sündenbabel, weil in dem abgedunkelten Tanzsaal des bis Harburg als Publikums-Magnet wirkenden „Café Niedersachsen“ die ultraviolette Beleuchtung weiße Unterwäsche der Teenager durch Rock und Pullover leuchten ließ und bei Polizei-Razzien unter 18 Jahre alte Beatfans „aufgegriffen“ wurden, die nicht pünktlich um 22 Uhr jenes Haus verlassen hatten!

Obwohl alle vorab genannten Musiker gleichzeitig selbst Sänger waren, holten die BEATNICS nach Einstieg von Gernot Schäfer für diverse Engagements, beispielsweise im seinerzeit sehr bekannten Cuxhavener "Club 99", den damals auf den Bühnenbrettern ganz neuen, jungen Millionärssohn Dieter Weide aus Stade als Gesangs-Solisten hinzu. Nicht, weil man auf den Parties in der Villa seiner Eltern interessante Leute aus dem Showbiz (u.a. Hazy Osterwald mit Band) traf, sondern weil er über eine kräftig-klare Stimme verfügte, ein recht guter Performer und ausgesprochener Teenagerschwarm war, was zusammen die Wirkung der Band als Publikumsmagnet natürlich noch mehr steigerte. Im Frühsommer 1964 verließ aus privaten Gründen auch der zweite Cuxhavener, Volkhard Plettrichs, die Gruppe. Für ihn kam der junge, exzellente Stader Bass-Gitarrist Horst "Plinschi" Werner, zu dessen musikalischen Talenten auch sein verblüffend den Originalen ähnelndes Nachsingen von allzeit populären Rock'n'Roll-Songs zählte, ganz besonders solcher von Eddie Cochran.

Schon seit mindestens einem Jahr zur Elite der norddeutschen Amateurbands zählend, hatten sich auch die BEATNICS, neben der zweiten BLIZZARDS-Formation als Quartett und den MINSTRELS, als dritte Stader Gruppe für die Teilnahme an dem von der United Artists - Filmgesellschaft veranstalteten Kapellenwettstreit "Wir suchen die Hamburger Beatles" vom 24. Juli 1964 im Star-Club Hamburg qualifiziert. Während die MINSTRELS dort die zweithöchste Stufe der Siegertreppe besteigen durften und die BLIZZARDS (trotz ihres nicht so guten Abschneidens bei der Jury) ihren ersten Plattenvertrag bei Star-Club Records erhielten, bedeutete die Teilnahme für die BEATNICS, in der BILD-Zeitung als „BEATNIKS, Stade“ genannt, nicht den erhofften großen Sprung nach ganz vorn. Für sie gab es sogar eine fast einjährige Bandpause, da Ditmar Riesling wegen seiner schon lange bestehenden privaten Freundschaft zu MINSTRELS-Drummer Mac Schneider in dessen Gruppe wechselte und somit in dieser am 6. September 1964 an der Wettbewerbs-Endausscheidung "Wir suchen die deutschen Beatles" teilnahm. Aber acht Monate später, genau am 1. Mai 1965, gaben auch die MINSTRELS, zu denen mittlerweile ebenfalls Gernot Schäfer und Dieter Weide gehörten, bedingt durch Wehrpflicht und Hochschulstudium einiger Mitglieder, ihr Abschiedskonzert.

Sofort kamen daraufhin alle vier der letzten 1964er BEATNICS, Joachim Fricke (Schlagzeug), Ditmar Riesling (Solo-Gitarre), Gernot Schäfer (Rhythmus-Gitarre) und Horst Werner (Bass-Gitarre) für eine neue Band-Zusammenstellung wieder zusammen. Dazu holten sie Gerd "Jerry" Dethlefs (Lead-Sänger und 2. Rhythmus-Gitarre, als Mitglied der BLIZZARDS bereits 1963 im Star-Club, inzwischen Soldat in Stade). Ab Mai 1965 trat diese neue Formation unter dem erweiterten Namen JERRY AND THE BEATNICS (oder auch BEATNIKS) an die Öffentlichkeit. Hervorstechende Merkmale dieser Rock & Beat - Gruppe, die von Beginn an die überregionale Bekanntheit und Beliebtheit ihrer Ursprungs-Formation weiterführte, waren ihr vierstimmiger Gesang mit diversen Eigenkompositionen, ihre synchronen Bewegungen zum Rhythmus der Musik sowie ihre stete Verbreitung von fröhlicher Stimmung.

 

Zum 1. Juli 1965 musste Dieter Meyer nach Veröffentlichung der ersten beiden Schallplatten der BLIZZARDS wegen seiner Einberufung zum Wehrdienst seine von ihm mitgegründete Band verlassen. Also übernahm er die Position des Schlagzeugers bei den neuen BEATNICS, zu denen somit drei Mitglieder des ersten Quartetts "THE BLIZZARDS"  gehörten. Joachim Fricke, der zunächst auch für das Management zuständig war, wechselte zu einer Tanzkapelle, trat aber innerhalb der Woche im "Stader Top Ten", dem Musikertreffpunkt "Pudel Bar", weiterhin auch als Beat-Drummer auf, in verschiedenen Band-Zusammenstellungen hauptsächlich mit seinem früheren Bandkollegen von den STARLITERS, Gunter Dethlefs.

Die weiteren Band-Vermittlungen für die BEATNICS übernahm daraufhin Hans Rauterberg, Chef der „Konzert-Direktion Rauterberg“. Für optimale PR-Aktionen wurden den Veranstaltern Plakate zur Verfügung gestellt, die folgenden Textteil enthielten: „... neuerdings mit 3 ehemaligen Blizzards-Stars, u.a. Dieter Meyer, bekannt von den Schallplatten 'Viel zu schön, Isabell, Grausame Stadt, Wie gewonnen so zerronnen' sowie durch Funk und Fernsehen“. Siegfried E. Loch, Produzent der Blizzards bei Philips/Fontana, forderte schriftlich, jene Plakate nicht zu verwenden, musste jedoch schnell einsehen, dass der darauf enthaltene Text rechtlich einwandfrei war.

Eine interessante Begebenheit gab es im Herbst 1965: Alle sechs Mitglieder der BLIZZARDS-Formation vom Frühjahr 1963 standen auf einer Bühne in Hamburg St. Pauli, Große Freiheit, drei von ihnen im Star-Club in der Band "THE BLIZZARDS" und drei schräg gegenüber im Hit Club in der Band "JERRY AND THE BEATNICS".

Trotz bester Publikumserfolge mit den BEATNICS beispielsweise im Party-Club Harburg, im Star-Palast Buchholz, im Tanzpalast Elite, Hamburg-Bahrenfeld, im Hit Club Hamburg-Sankt Pauli oder auch in beliebten Tanzsälen in und um Stade, wie Schützenhof Bremervörde, Festhalle Neuhaus, Tivoli Stade, Fährhaus Abbenfleth, Elbschlosshof Agathenburg, Mirabelle Assel oder Bahnhofshotel, „Treffpunkt der Stars“, Deinste ließ sich Horst Werner, der Jüngste in der Gruppe, Anfang 1966 von der Stader Nachwuchs-Rockband HERBY AND THE ROCKING STARS anwerben. Dabei war für ihn nicht die Musik entscheidend, sondern seine Meinung, er passe von seinem Alter und seinem Äußeren her eher zu HERBY und Partnern.

Das Ausscheiden ihres Bassisten hätte keinesfalls das endgültige Aus für die BEATNICS bedeuten müssen, zumal sich ja auch Gernot Schäfer schon in diversen Formationen als fähiger Bass-Gitarrist bewährt hatte. Aber für das verbliebene Quartett wäre dennoch eine längere Auftrittspause erforderlich geworden, um mit Änderung ihres Repertoires in vielen Übungsstunden die bisherige gesamte Band-Qualität auch bei weiteren Auftritten präsentieren zu können. Deshalb kehrte Dieter Meyer zu seinen musikalischen Ursprüngen, dem Dixieland, zurück, und Gernot Schäfer schloss sich einer Band an seinem neuen Wohnort Harburg an.

Ditmar Riesling und Jerry Dethlefs aber, die sich schon seit Jahren als Partner in verschiedenen Bands gesanglich, instrumental und persönlich gut aufeinander eingestimmt hatten, stellten doch unverzüglich mit bühnenerfahrenen Musikern von MINSTRELS (Helmut Rehme) und RAGS (Peter Thiele, „Heli“ Vollmers, beide erster Auftritt im Star-Club am 1. Januar 1965) eine neue Formation zusammen, die sich sehr rasch überaus großer Beliebtheit erfreuen durfte. Es wurde beschlossen, diese nicht als eine dritte Gruppierung der BEATNICS anzusehen, sondern als reorganisierte MINSTRELS, da dieser Name durch das beste Abschneiden unter den eingangs genannten Stader Bands im Star-Club Kapellenwettstreit vom Juli 1964 - und damit verbundenen positiven Presse-Publikationen - der überregional populärere geblieben war.

1983 traten die vier der fünf ehemaligen Mitglieder von JERRY AND THE BEATNICS, Dieter Meyer, Jerry Dethlefs, Ditmar Riesling und Horst Werner, wieder gemeinsam auf die Bühne. Aber da Meyer und Dethlefs auch schon BLIZZARDS der aller ersten Zeit waren, war dann auf Plakaten und in Zeitungen allein der letztere, hauptsächlich durch die zirka dreißig veröffentlichten Schallplatten-Aufnahmen über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt gebliebene Bandname zu lesen.

Von den ursprünglichen BEATNICS ist heute einzig Volkhard "Pletty" Plettrichs musikalisch noch öffentlich aktiv. In den 80ern hatte er in der Band GET BACK, Münster, u.a. gemeinsame Auftritte mit den (NEW) BLIZZARDS sowie JOHNNY AND THE HURRICANES, und 1994 wurde eine CD "Famous Guitar Instrumentals" seiner derzeitigen Band KON-TIKI veröffentlicht.

Ursprünglicher Text nach neuesten Informationen geändert im Februar 2007. Bilder befinden sich in den Fotoalben "Pics Beatnics" und "Pics Minstrels" sowie "Stader Bands". Die Bandgeschichten der BLIZZARDS und MINSTRELS werden in gesonderten Berichten beschrieben.

Notice: Microsoft has no responsibility for the content featured in this group. Click here for more info.
  Try MSN Internet Software for FREE!
    MSN Home  |  My MSN  |  Hotmail  |  Search
Feedback  |  Help  
  ©2005 Microsoft Corporation. All rights reserved.  Legal  Advertise  MSN Privacy