
Visar Zhiti u lind mė 2 dhjetor 1952 nė Durrės dhe u rrit nė Lushnjė, ku kreu edhe gjimnazin. Ka studiuar Gjuhė dhe Letėrsi shqipe nė Universitetin e Shkodrės e disa vite punoi nė Kukės si mėsues. 1973 orvatet tė botojė dorėshkrimin poetik Rapsodia e jetės sė trėndafilave, botim qė s'u jetėsua dot, pasi dorėshkrimi interpretohet nga redaktorėt e shtėpisė botuese shtetėrore si "shtrembėrim i realitetit socialist". Mjaftoi vetėm kaq, pėr ta dėnuar pastaj mė 1980 me 10 vite burg. Pas lirimit ka botuar disa vėllime poetike, ku mund tė pėrmendim: Kujtesa e ajrit - Tiranė 1993, Hedh njė kafkė te kėmbėt tuaja - Tiranė 1994, Mbjellja e vetėtimave - Shkup 1994, Dyert e gjalla - Tiranė 1995, Si shkohet nė Kosovė - Tiranė 2000. Poezitė e tij janė pėrkthyer nė disa gjuhė tė huaja.
Visar Zhiti, in Durrės am 2. Dezember 1952 geboren. Er wächst in Lushnja auf. An der Universität Shkodra studiert er albanische Sprache und Literatur und arbeitet danach einige Jahre als Lehrer in der nördlichen Stadt Kukės. 1973 versucht er sein poetisches Manuskript Rhapsodie des Lebens der Rosen zu veröffentlichen, doch sein im Naim Frashėri Verlag eingereichtes Manuskript wird von den staatlichen Redakteuren als "Verzerrung der sozialistischen Realität" interpretiert. In der Folge wird er zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung 1990 veröffentlicht Zhiti mehrere Bücher in Tirana, unter anderem die Gedichtbände: Das Gedächtnis der Luft (1993), Ich werfe einen Schädel vor eure Füße (1994), Lebendige Türen (1995), Welcher Weg führt nach Kosova? (2000). Viele Gedichte liegen in Übersetzungen vor.
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Njė copė burg
jam pėr tjetrin
dhe gjithė tė tjerėt
pėr mua janė burgu
rob mbajmė veten.
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Ein Stück Gefängnis
bin ich für den anderen
und alle anderen
sind der Kerker für mich
unser Selbst ist der Gefangene
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Nė qeli
na mbajnė gjatė...
qė, nėse dalim,
qelinė ta mbajmė mbi supe
si hamajtė...
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Man hält uns so lange in dunklen
und feuchten Gefängniszellen...
damit wir sie auch dann auf unseren
Schultern tragen,
wenn wir entlassen werden.
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Gruaja e tė burgosurit
ėshtė pemė
buzė humnerash.
Gjethe tė heshtura
nga pikėllimi i saj
bien dhe mbushin
botėn.
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Die Ehefrau des Gefangenen
einem Baum gleich
am Rande der Abgründe.
Die fallenden Blätter
ihres Leides
bedecken die Welt
schweigend.
RRETHIMI
Zbardhin
kudo bajoneta
si thinja pėrbindėshi.
Peizazh i tėrė i plakur.
Kur do tė vijė vdekja
e Vdekjes?
BELAGERUNG
Die Bajonette
leuchten überall in der Sonne,
als ob sie graue Haare eines Ungeheuers wären.
Eine ganz gealterte Landschaft aus Bajonetten.
Wann wird der Tod
des Todes wohl eintreffen?
SKELETI
Njihuni me skeletin tim:
jam unė - pa ėndrrat e mia.
Pastaj mė jepni ēfarė tė doni,
pėrsėri skelet
do tė mbetem.
DAS SKELETT
Ich stelle euch ein Skelett vor:
Es ist mein traumloses Selbst.
Ihr könnt ihm geben, was ihr wollt,
doch ohne Träume bleibt es
immer ein Skelett.