
Skėnder Rusi u lind mė 15 korrik 1952 nė Vishocicė tė Devollit. Ka studiuar pėr Gjuhė dhe Letėrsi shqipe nė Universitetin e Tiranės e sot ėshtė kryetar i Lidhjes sė Shkrimtarėve dhe Artistėve tė qytetit tė Korēės. Gjer mė sot ka botuar vėllimet poetike: I njomė ishte bari Tiranė 1974, Lirike Tiranė 1982, E paske njė mall Tiranė 1987, Dhe vjen njė moshė Korēė 1997, Netė marrėzish Korēė 2000.
Skėnder Rusi ist am 15. Juli 1952 in Vishocica bei Devoll (Südalbanien) geboren worden. Er studiert albanische Sprache und Literatur an der Universität Tirana und ist heute der Vorsitzende des Verbandes der in der Stadt Korēa lebenden und arbeitenden Schriftsteller und Künstler. Er veröffentlichte bisher fünf Gedichtbände: Zart war das Gras (Tirana 1974), Lyrisch (Tirana 1982), Von Sehnsucht ergriffen (Tirana 1987), Im grauhaarigen Alter (Korēa 1997), Nächte des Wahnsinns (Korēa 2000).
DHE PĖRSĖRI PĖR DĖBORĖN
Qielli tė dėrgon si mesazh,
Pėr ta bėrė mė paqėsor planetin!
Ne tė marrim nėpėr duar dhe e di ēbėjmė?
Godasim me ty njėri-tjetrin!
Ja, kjo, e trishton poetin!
EIN FÜR DEN FALLENDEN SCHNEE GESCHRIEBENES GEDICHT
Als Himmels Botschaft kommst du zu uns,
damit du unseren Planeten friedlicher machst!
Doch wir ergreifen dich und aus deiner Unschuld
machen wir eine fürchterliche Schneeballschlacht!
Das ist, was den Dichter traurig macht!
GJUMĖ I KEQ
Natėn
Nuk pashė asnjė ėndėrr.
Asnjė fytyrė tė dashur
Me duar s'kam prekur.
Natėn
Nuk pashė as ato,
Hijet, qė nga pas mė kanė ndjekur!
Nė mėngjes
U gdhiva "i vdekur"!
TRAUMLOSER SCHLAF
In meinem tiefen
nächtlichen Schlaf
war kein ersehntes Gesicht
zu berühren.
Es fehlten sogar auch jene Schatten,
die mich tagsüber
auf Schritt und Tritt verfolgt haben.
Am Morgen
bin ich "tot" aufgestanden!
POETI
Pėrroi e ka zili lumin,
Se vdes prej tij sapo e prek!
Lumi e ka zili detin,
Se sheh nė tė vdekjen e vet!
Deti e ka zili poetin,
Se hyn nė tė edhe humbet!
DER DICHTER
Der Bach fürchtet sich vor dem Fluss,
denn seine Berührung ist des Todes Kuss!
Der Fluss fürchtet sich vor dem Meer,
denn darin er sieht sein Selbst nicht mehr!
Das Meer fürchtet sich vor dem Dichters Geist,
denn es schwindet in seiner Grenzenlosigkeit!