DieUniversitätsstadt Coimbra (IPA [ku'ib??], (lat. Conimbricae) ist die Hauptstadt des Distrikts Coimbra (Distrito de Coimbra) und liegt etwa 200 km nördlich von Lissabon und 100 km südlich von Porto in Portugal am Rio Mondego, der 40 km westlich in den Atlantik mündet. Coimbra hat etwa 106.800 Einwohner (2001), darunter etwa 20.000 Studenten, und war die Kulturhauptstadt Portugals 2003.
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Geschichte [Bearbeiten] Die Ursprünge der Stadt liegen vermutlich in der keltischen Zeit.
Die Römer gründeten an dem Ort eine Stadt mit dem Namen Aeminium. Während dieser Zeit war die Stadt eine wichtige Station auf dem Weg zwischen Olisipo (Lissabon) und Bracara Augusta (Braga). Zeugnisse dieser Zeit sind die Fundamente des im 18. Jhd. wiederaufgebauten Aquäduktes und vor allem der unter dem alten bischöflichen Palast (heute Museu Machado de Castro) gelegene Kryptoportikus, Fundament des Forums.
468 wurde das nahegelegene Zentrum Conimbriga von den Sueben zerstört und Aeminium übernahm die Funktion (Bischofssitz) und den Namen.
711 wurde der Ort von den Mauren erobert, 878 verloren die Mauren ihn wieder.
987 wurde die Stadt bei einer Invasion durch den maurischen Feldherrn Almançor zerstört. Coimbra wurde erst 1064 durch König Fernando de Castilla y León endgültig zurückerobert.
Coimbra war von 1139 bis 1260 die Hauptstadt Portugals.
Die 1290 von König Dom Diniz (Dionysius) gegründete Universität Coimbra ist die älteste Universität Portugals und eine der ältesten Europas.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Ausstellungen und Museen [Bearbeiten]
- Das Museu Nacional de Machado de Castro mit Skulpturen portugiesischer Bildhauer. Von hier aus kann man auch den römischen Kryptoportikus, einst Stütze des Forums, besichtigen. Das Museum ist voraussichtlich bis 2007 wegen Umbauarbeiten geschlossen.
- Das Kulturzentrum Edifício Chiado zeigt wechselnde Kunst-, Foto- und Blumenausstellungen
- Die am höchsten Punkt der oberen Altstadt gelegene Universität mit dem barocken Uhren- und Glockenturm und der Biblioteca Joanina mit etwa 300.000 kostbaren Büchern und der Capela de São Miguel. Direkt neben diesem aus der Zeit des Barock und früheren Epochen stammenden Teil der Universität wurden in der Zeit des faschistischen Estado Novo in den 1940er Jahren eine Reihe von Fakultätsgebäuden, Kolossalstatuen und eine monumentale Freitreppe neugebaut, denen ein großer Teil der historisch gewachsenen oberen Altstadt zum Opfer fielen. Seit den 1990er Jahren wird im Süden der Stadt ein neuer Standort für Ingenieursstudiengänge errichtet (Pólo II).
- Die romanische Kathedrale Sé Velha (erbaut 1064)
- Die Kathedrale Sé Nova (ehem. Jesuitenkirche, erbaut 1598)
- Kloster Celas, eine der Wirkungsstätten des in Lissabon geborenen Heiligen Antonius (Santo António de Pádua).
- Der Botanische Garten (Jardim Botánico) mit alten, exotischen Baumriesen und Tropenhäusern aus dem 18. Jahrhundert
- Die Kirche Igreja de Santa Cruz (ehemaliges Augustinerkloster, erbaut 1131)
- Das Fußballstadion Estádio Cidade de Coimbra, neu erbaut anlässlich der EM 2004
- Ponte Rainha Santa Isabel, beachtenswerte asymmetrische Hängebrücke über den Mondego, mit nur einem Pfeiler auf einer Uferseite und im Boden verankerten Tragseilen (erbaut 2004)
- Die Alta (obere Altstadt) und die Baixa (untere Altstadt).
- Louça de Coimbra - in Coimbra und Umgebung hergestelltes und handbemaltes Porzellan, oft mit Motiven aus dem Mittelalter. Von allen möglichen Gebrauchsgegenständen bis hin zu großen Kachelmosaiken (Azulejos).