Aber auch die baldige Zufuhr von Nährstoffen ist
entscheidend, denn die Neugeborenen verfügen nur über
sehr kleine Energiereserven. Aufgrund des außerordentlich
geringen Körperfettgehaltes und der noch nicht voll
entwickelten Mechanismen zur Temperaturregulation
(Zittern), muß besonders bei der mutterlosen Aufzucht auf
eine optimale Umgebungstemperatur geachtet werden
(31°C abnehmend um 2°C jede Woche bis auf 21°C).
Eine Unterkühlung, häufigste Todesursache bei Welpen,
würde die Tiere erheblich schwächen.
Bereits vom 1.Tag an, spätestens jedoch nach 2 Tagen, sollten
die Welpen kontinuierlich zunehmen. Dabei werden pro
Gramm Zuwachs etwa 2,5 ml Milch benötigt (ein Schäfer-hundwelpe
braucht also allein für das Wachstum täglich
durchschnittlich 175 ml Hundemilch). Nur durch regelmäßige
Gewichtskontrollen können Abweichungen von der gesun-den
Körperentwicklung schnell erkannt werden.
Bei Milchmangel, Erkrankung oder Tod des Muttertieres
sowie bei großen Würfen wird die Gabe von Milchersatz
notwendig, der eng an der Zusammensetzung der Hunde-milch
orientiert ist. Die Milch der Hündin enthält doppelt so
viel Fett wie Kuhmilch und ist reicher an ungesättigten
Fettsäuren.
Pflege und Sozialisation sollten möglichst dem Muttertier
überlassen werden. Sollte die Mutter jedoch nicht für die
Darmentleerung der Welpen sorgen, muß unbedingt auf den
Kotabsatz geachtet werden. Dazu massiert man vorsichtig
Bauch- und Aftergegend mit einem feuchten Tuch.