
Einführung <O:P></O:P>
Ein neuer Welpe umacht eine ganze Menge Schmutz – er pinkelt, macht sein Hauferl und verspeist überall alles. Trotz allem ist aber der kleine Hund vom Instinkt her außerordentlich sauber. Die Mutterhündin hält die Wurfkiste absolut sauber und beseitigt alle Hinterlassenschaften ihrer Welpen bis sie selbst aus der Wurfkiste klettern können. Dann lehrt sie ihren Nachwuchs, wo er sich lösen soll.
Wenn die Welpen den Züchter verlassen, sind sie normalerweise soweit sauber, dass sie nicht ihren eigenen Schlafplatz verunreinigen.
Hunde sind nicht dafür geschaffen, allein zu leben. In der freien Wildnis können Wölfe nur im Rudel überleben, sie jagen gemeinsam, sind also aufeinander angewiesen. Ein Hund aus dem Rudel muss sich zum Rudelführer entwickeln, damit das Rudel zu überleben vermag. Aus diesem Grund akzeptiert Dich Dein Welpe auch sofort als neues Rudelmitglied. Die Wichtigkeit, dass der Junghund lernen muss, seinem Rudelführer zu vertrauen, kann überhaupt nicht genügend hervorgehoben werden. Dieses Vertrauensverhältnis und die notwendige Rangordnung ist die Grundlage jeder Hundeerziehung. Ideal für den jungen Welpen ist es, wenn es im Sozialisierungsalter noch ringsum weitere Hunde unterschiedlichen Alters gibt.
Bist Du bereit, Deinem Welpen alles zu gestatten, lässt ihn sich zum <O:P>Rudelführer entwickeln, dann wirst Du sehr bald ein klägliches und auch lächerliches Leben fristen. Dein Hund wird sehr rasch zu einer großen Belastung für die eigene Familie und natürlich auch für die Nachbarschaft.</O:P>
<O:P>Hast Du aber die Absicht einen Hund zu besitzen, mit dem Du gut leben kannst, ihn zu lieben vermagst, solltest Du besser von Anfang an selbst als Rudelführer die Kontrolle übernehmen. Von Anfang an musst Du absolut darauf achten, das Kommandos oder Tadel (z.B. „NEIN“) ernsthaft und geduldig durchgesetzt werden. Lasse Dich nie weich machen, auch nicht bei so einem kleinen und entzückenden PJRT-Welpen. Welpen sind unwiderstehlich süß! Es scheint sogar, dass sie noch unwiderstehlicher werden, gerade wenn sie sich ungehorsam oder aufrührerisch verhalten. Natürlich ist es richtig, einen Welpen Welpe sein zu lassen. Da gibt es ja das Sprichwort, man soll das Unvermeidliche akzeptieren. Trotzdem darfst Du Deinen Welpen niemals zu einem kleinen verwöhnten Ungeheuer werden lassen. Anfangs betrachtet der Welpe Dich genauso wie seine Mutter. Jetzt liegt es an Dir, Anweisungen zu geben, Dich durchzusetzen, für Disziplin zu sorgen, besonders aber viel zu loben.</O:P>
<O:P>Der Rudelführer – der selbstbewusste Junghund – sucht völlig von sich aus eine dominante Rolle zu übernehmen, die ihn selbst bestätigen. Er benimmt sich wie ein ausgeprägter Macho. Für Dich als seinen Besitzer ist es unerlässlich ihm zu zeigen, dass Du in dem Rudel die dominante Rolle übernimmst. Ebenso eindeutig muss er erkennen, dass jeder Mensch im gemischten Rudel ihm gegenüber dominant ist.</O:P>
<O:P>Es gibt eine Reihe möglicher Erziehungsschritte, damit sich ein Welpe Deinen Wünschen unterwirft. Diese Methoden richten sich in dem Augenblick gegen den dominanten Junghund, wenn er den Aufstand probiert. Die grundlegendste dieser Maßnahmen besteht darin, den Welpen so hochzuheben, dass er Dir exakt ins Gesicht schauen muss. Alle vier Läufe vom Boden entfernt, erklärst Du ihm eindeutig „NEIN!“ und hältst ihn für kurze Zeit (etwa 30 bis 40 Sekunden) in dieser Lage. Eine andere Methode besteht darin, den Welpen in die ausgestreckten Arme zu schließen, ihn in dieser Position festzuhalten bis er sich beruhigt. Grundlage mütterlicher Disziplin war das Schütteln am Nackenfell. Dabei wird der Welpe am Hals gepackt und geschüttelt. Obgleich die Mutter natürlich ihren Fang gebrauchte, kannst Du durchaus hierfür Deine Hand nehmen. Immer erfolgt das Kommando „NEIN!“, wenn der Hund etwas falsch macht.</O:P>
<O:P>Die allerletzte Hilfe zur Sicherung der Dominanz über einen Welpen besteht in dem sogenannten dominanten Platz. Dieser Technik ist aber nur ganz vereinzelt bei einem außerordentlich aggressiven, aufrührerischen Welpen zulässig. Sie besteht darin, dass der Welpe auf die Seite gelegt, am Hals und in der Körpermitte in dieser Position am Boden festgehalten wird. Dies ist die natürliche Unterwerfungsstellung eines Hundes. Eine Überdosierung dieser Technik kann aber katastrophale Wirkung auf den Welpen haben! Benutze diese Methode nur in außerordentlich kritischen Augenblicken. Keinesfalls darfst Du dieses „dominante Platz“ übungsweise anwenden. Dein Welpe weiß genau – dies ist kein Spiel!</O:P>
<O:P>Hundebesitzer sollten ihren Welpen immer mit realistischen Erwartungshaltungen gegenübertreten, beim Welpenkauf ihren gesunden Menschenverstand gebrauchen, auch danach bei der notwendigen Erziehung und Ausbildung. Die meisten Hündinnen verlieren das Interesse an ihren munteren Nachzuchten, wenn die Welpen etwa 6 Wochen alt sind. Nach diesem Zeitpunkt beteiligen sich bei einem guten Züchter auch noch andere Hunde an der Erziehung und natürlich ist jetzt die Sozialisierung mit Menschen ebenso wichtig, wahrscheinlich noch wichtiger. Ein selbstbewusster Welpe nutzt jede Gelegenheit, mit neuen Menschen zusammenzutreffen. Verantwortungsbewusste Züchter verbringen mit der Sozialisierung des Wurfes viel Zeit, die die Welpen einfach brauchen, um die Welt zu erleben. Im Alter zwischen acht und zehn Wochen muß der Hund noch zu Hause gehalten werden, um sein Vertrauen aufzubauen. Achte unbedingt darauf, dass vor der Sozialisierung mit Menschen und Tieren der Welpe ausreichend geimpft ist. Lass ihn von vielen netten Menschen anfassen, sprich mit ihm während dieser Erlebnisse. Er sollte sich bei all dieser Aufmerksamkeit wohlfühlen, die Zuwendung genießenUm die Sozialisierung eines zehn Wochen alten Welpen fortzusetzen, solltest Du viel mit ihm auf die Straße oder in den Park spazieren gehen, wo er mit Menschen und allen möglichen Geräuschen zusammenkommt. . Lass dem Welpen genügend Zeit für die Kontaktaufnahme. Zwinge den Welpen nicht aus Ungeduld. Er ist vielleicht etwas vorsichtig und es stört ihn etwas, was Sie nicht bemerken, das kann der fremde Geruch sein oder die Art, wie sich der Fremde bewegt. Kontaktaufnahme bitte mit Geduld.
Hundelager:
Wusstest Du schon, dass die große Mehrheit aller Rassehundezüchter heute ihren Abnehmern empfehlen, für den Welpen einen Käfig anzuschaffen? Stelle Dir den Käfig als eine industriell vorgefertigte Hundehöhle vor und denke daran, dass in der freien Wildbahn Kaniden generell in Höhlen leben. Sieh im Käfig einen Zufluchtsort Deines Welpen. Der Käfig ist der einzige Platz in der ganzen Wohnung, der sein Eigen ist, wo er sicher sein kann, dass ihn niemand stört, kein anderer in sein Reich vordringt. Dieser Käfig wird im Mittelpunkt des Wohnbereiches untergebracht, den der Welpe zur Verfügung hat. Im Käfig ruht er während der Nacht, auch zu verschiedenen Zwischenzeiten tagsüber, wenn man ihn aus den Füßen haben möchte. Entgegen all Deinen Vorurteilen wirst Du schnell feststellen, dass Dein Hund tatsächlich seinen Käfig liebt. Du solltest tagsüber den Käfig ruhig offen lassen. Wenn Dein Welpe gerade nicht mit Fressen oder Spielen beschäftigt ist, wird er sich bald in seinen Käfig zurückziehen. Viele Hunde begeben sich auch in ihr Lager mit einem Knochen, einem Lieblingsspielzeug oder einem Gegenstand, den sie verstecken möchten. Das es sein „KÄFIG ist, der ihm ALLEINE GEHÖRT“, das ist für ihn wichtig. Kein anderer hat Zutritt, hier liegt seine Sicherheit, sein Privatbereich.
Du kannst sicher sein, dass Dein Hund im Käfig viel besser untergebracht ist als wenn er durchs Haus läuft, Zimmerpflanzen auffrisst, Gegenstände umwirft, Elektrokabel annagt und Ähnliches.
Sauberwerden:
Käfige gehören zu den erfolgreichsten Hilfsmitteln, um einen Welpen schnell zur Stubenreinheit zu erziehen. Im Idealfall verunreinigt kein Hund sein Lager. Wo man schläft, löst man sich nicht. Dies ist ein ererbter Instinkt, gegen den ein Hund nur im äußersten Notfall verstößt. Du solltest darauf achten, dass der Käfig nicht zu groß ist, andernfalls könnte der Welpe auf die Idee kommen, die entfernte Ecke, wo er nicht schläft, als Lösungsplatz zu wählen. Du darfst Deinen Welpen tagsüber nicht über längere Zeit einsperren. In den Käfig gehört eine kuschelige Einlage. Es wäre falsch den Käfig als Erziehungsmittel zu missbrauchen und den Hund nach einem Fehlverhalten in den Käfig zu sperren, sozusagen als Strafe!!
Erziehung zur Stubenreinheit bedeutet, dass man den Hund lehrt, dass er sich innerhalb des Hauses keinesfalls lösen darf. Alte Zeitungen ausgelegt sind nur eine Notlösung, wenn der Welpe oder auch später der erwachsene Hund oft lange Zeit alleine sind. Auf alten Zeitungen sich zu lösen ist eine Methode der Züchter, die oft den Bereich um die Wurfkiste damit auslegen und so den Welpenbereich bei der Aufzucht leichter sauber halten können. Daran erinnert sich dann der Hund normalerweise.
Ihr Ziel sollte es natürlich sein, den Hund nie zu lange alleine zu lassen und ihn durch Ihre Hartnäckigkeit zu den gewünschten Reaktionen zu veranlassen.
Bevor sich der Welpe löst, dreht er sich normalerweise mit gesenkter Nase im Kreis (es sieht auch aus als würde er etwas suchen – klar einen geeigneten Platz zum Lösen). Dann ist es höchste Zeit ihn schnell aufzunehmen und einen geeigneten Ort aufzusuchen an dem er sich lösen soll. Nach erfolgtem Lösen an dem gewünschten Ort soll er ausgiebig gelobt werden. Du musst Dich fragen „Was habe ich falsch gemacht?“ wenn der Welpe auf meine Wünsche noch nicht eingegangen ist. Es bedarf auch einiger Übung bei der Beobachtung des Welpen um den Zeitpunkt des Lösens richtig zu erkennen.
In der Erziehung zur Stubenreinheit hat Strafe keinerlei Platz. Sei beständig und lobe den Welpen jedes Mal, wenn er das Richtige tut. Früh am Morgen, wenn Dein Welpe aufwacht, hole ihn aus dem Käfig, gehe sofort mit ihm in den Garten oder Park. Er muß sich lösen, noch ehe sein Tag wirklich beginnt. Gib danach dem Welpen ein kleines Frühstück und Wasser, nimm ihn wieder nach draußen, damit er mit Dir spielen kann. Das Spielen kann immer erst beginnen, nachdem sich der Welpe gelöst hat. Eile mit dem Welpen nicht ins Haus zurück, sobald er sein Geschäftchen erledigt hat, andernfalls wird er lernen, es solange wie möglich zurückzuhalten, um seine Spielzeit zu verlängern.
Bedenken Sie – alles was der Hund hineinfrisst kommt sehr bald danach wieder heraus. Teile Dir also die Fütterungszeiten so ein, dass Du einige Zeit danach ausgiebig spazieren gehen kannst. Nach dem Abendspaziergang also keine Futtergabe mehr, sonst hält er natürlich die Nacht nicht durch. Morgens nach dem Aufwachen dann sofort hinaus, jetzt drängt die Zeit.
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Ausrüstung:
KÄFIG in der richtigen Größe – der Züchter wird Sie hier bestimmt am besten beraten. Er wird wissen, welche Größe für die Rasse geeignet ist.
SCHÜSSELN aus rostfreiem Stahl, sind leicht zu reinigen und dauerhaft.
KAUKNOCHEN in der entsprechenden Größe.
LEINE und HALSBAND bzw. BRUSTGESCHIRR. Der Welpe wird nach ca. 2 Monaten wieder eine neue Garnitur benötigen.
BÜRSTEN und KÄMME – hat aber etwas Zeit.
FUTTER – unbedingt sich vom Züchter beraten lassen. Ein abrupter Futterwechsel könnte Probleme bringen.
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